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Maximalismus – Eine Welle visuellen Exzess


Was ist Maximalismus – eine neue Epoche?

Der Maximalismus zog allein wegen unserer Namensgleichheit, ein natürliches Interesse an sich. Seit 2018 beobachte ich den Begriff und schrieb letztendlich augenzwinkernd meine Abschlussarbeit unteranderem über ihn und definierte Maximalismus nachhaltig weiter.


Ich sympathisierte schnell mit den Merkmalen der Gestaltungs-Philosophie und konnte die Verwandtschaft zu meinem Kommunikationsdesignstil nicht absprechen. Besonders wenn ich viel Gestaltungsfreiheit genoß, ins besonders mit meinem Hauptmedium der Fotografie. Je mehr ich über den Begriff las und sah, desto amüsierter, stellte ich fest, dass ich seinen exzentrischen Methodenanarchismus intuitiv in Farbgestaltung und Mustervorliebe anwendete.


Ein chaotisches Mosaik an visuellen Exzess.


Ich experimentiere mit der Frage, wie sich die Kunstepoche Maximalismus auf meinem Kommunikationsdesignstil im artivistischen Kontext übertragen lässt und welche Kommunikations-Strategie wirkungsvoll für die Gestaltung einer rebellischen, subversiven Kultur anwenden lässt. Der vielfach argumentierbare unabdingliche Aktivismus heutiger Zeit und die darstellerische Kraft durch die Vermischung der Künste (Artivism) wird in dieser Arbeit deutlich. Die folgende Listung schlägt eine Erweiterung an lebensphilosophischer Definition von Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit vor. Recherchierte und ergänzte Design Merkmale des Maximalismus:


Maximalism (engl.) ist eine noch junge, mannigfaltige Strömung. Seine expressive Ästhetik des Überflusses und der Redundanz zeigt sich bisher vereinzelt in der Malerei, Architektur, Fashion Design, Grafik Design, Literatur oder Musik. Bislang ist er am ausgeprägtesten im Interior und Produktdesign definiert. Ein Wikipedia-Eintrag zu der erst kürzlich ernannten Kunstepoche entstand interessanterweise im Laufe meiner Abschlußarbeit.

Publikationen des aufmerksamkeitserregenden Begriffs sind überschaubar.

Der für übermäßige Gemütlichkeit stehende Stil steht dem Minimalismus, der Strenge, Reduktion und Kahlheit des Weißraums gegenüber. Material wie (Sicht-)beton, Glas und Stahl stehen auf der einen, organische Materialien wie Textil oder Plastik Upcycling auf der anderen Seite. Maximalismus ist im Gegensatz zu seinem etablierten ästhetischen Gegenpol, noch relativ unbekannt. Durch sein chaotisches Ballungsprinzip und Illusionen kann er reizüberflutend auf die Sinne wirken. Genau dieses Merkmal wirkt frei, absurd und verführerisch. Ganz wie sein surrealistischer und dadaistischer Anstrich. Der standartisierte, stille Purismus des Minimalismus wirkt dagegen bei aller Attraktivität steif und eitel. Sorgt dafür in seiner Übersichtlichkeit und Ordnung allerdings für Klarheit und innere wohltuende Stille.


Seine Grundidee war vor hundert Jahren eine nicht überbordende, Ressourcen sparende Alternative zu dem kaiserlichen Stil zu sein. Reduzierte Arbeitsschritte und wenig Material.

Für Nachhaltigkeit soll auch insbesonders der Maximalismus der 2020er Jahre stehen: Ein kreativer Umgang mit Ressourcen und bei aller optischen Fülle, ist der Fokus auf einen sensorischen Reichtum statt einem materiellen gesetzt. In der philosophischen Auseinandersetzung der beiden Strömungen soll dieses Paradox nachvollziehbar werden.

➵ Die Kunst und das Glück könntee in einer Synthese und einem Wechsel der beiden Design Stile liegen. Die westlichen Wohlstands- und Überflussgesellschaft des 21. Jahrhundert scheint variabel in ihren Ansprüchen. In ihrem Wechsel in verschiedenen Wohnungsräumen, der Übergang von Seiten eines Buches oder Vereinigung von maximalistischen und minimalistischen Akzenten in einer fotografischen Reihe. Der besondere Reiz der übertriebendenen Ausdrücke liegt daher nicht in der Entscheidung des einen oder anderen Stils, sondern darin beide zu kontrastieren.


Die maximalistische Ästhetik auszudrücken ist ein persönliches Unterfangen, das auf individuelle Weise, je nach Laune, umgesetzt werden kann. Maximalism's rebellischer Charakter, der sich in seiner Formsprache laut, exzentrisch und höchst individuell zeigt, wird im weiteren Verlauf näher ausgeführt. Nach meiner persönlichen Definition, ergänze ich den Maximalismus gelegentlich mit einer idealistischen, sendungsbewussten (ökologischen) Geisteshaltung einer Gesellschaftskritik und möglichen therapeuthischen Elementen.


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